Brigach und Breg bringen die Donau zuweg …

… so haben wir es in der Schule gelernt und am 2. Maiwochenende direkt vor Augen.

In Donaueschingen, beim diesjährigen Landestreffen der Gewässerführer, erfahren wir viel Interessantes zum Umbau bzw. ökologischer und optischer Aufwertung des Donauzusammenflusses.

Die Eingriffe in die Flüsse und die Umgebung in den letzten 300 Jahren werden durch das Regierungspräsidium Freiburg renaturiert und die ursprünglichen Gewässerverläufe wieder hergestellt.

Ansicht vom früheren Verlauf – vor dem ökologischen Umbau

Nach 3-jähriger Planung und langwierigen Verhandlungen und Aufkäufen von Wasser-(Fürstenhaus) und Landrechten (Stadt Donaueschingen) hatte das Land Baden-Württemberg 3 Hektar Fläche für die Umsetzung zur Verfügung. Seit 2020 plant und baut eine Ingenieurgruppe vom Bodensee das Naturgebiet. Über 3 webcams kann dies mit verfolgt werden.

Die Tiere fühlen sich bereits wohl. Flussregenpfeifer haben auf einer Insel gebrütet, aktuell beschützt ein Schwan sein Nest, Gänsesäger und vieles mehr freuen sich über das neue Zuhause.

Es gibt mehrere Beobachungsstationen und Spaßvögel meinten schon, dass dies das neue Freibad 2022 werden könnte, da das aktuelle saniert wird. Aber nein, es ist ein Naturschutzgebiet und Menschen und Hunde bleiben an Land.

Am 29. Juni, dem internationalen Donau-Tag, wird das Gebiet eingeweiht. Mutter Baar, eine Skulptur, die im Gebiet aufgestellt wird, schickt dann die Donau auf den Weg.

Am zweiten Tag unserer Weiterbildung, an der 40 Gewässerführer*innen, nicht nur vom Neckar, sondern u.a. auch von der Brenz und dem Remstal teilnahmen, nähern wir uns der Wutach.

Auch wir Neckarguides lernen noch viel Neues

Die Gauchachschlucht, ein an Wasserfällen reiches Seitental der Wutach, beschert uns einen vielseitigen Wandertag mit neuen (Er-)Kenntnissen. Über schmale Pfade, vorbei an steilen Hängen und durch einen schattigen Schluchtenwald folgen wir dem naturbelassenen Bachlauf.

Der Natur überlassen

Verlassene Mühlen säumen unseren Weg. Der Biber, die Wasseramsel und Steinfliegen machen sich rar, jedoch hatten die Kollegen viel Infos und Anschauungsmaterial im Rucksack.

Im herrlichen Sonnenschein genießen wir ein kleines Mittagessen mit leckerem, selbstgebackenen Kuchen in der Burgmühle.

Viele Brücken führen über den Bach

Ein Zunderpilz wird vorgestellt

Herzlichen Dank für zwei erlebnisreiche Tage an die WBW Karlsruhe (Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung mbH) – wir geben unser neues Wissen gerne weiter.

Hilde Hampp (Neckarguide), im Mai 2022