Jahresausflug mit Fortbildung

Ein Moor auf der Schwäbischen Alb, dessen Karstgebiet eigentlich kein Wasser hält ?

Die Neckarguides verließen für einen Tag ihren betreuten Fluss und schauten sich das Schopflocher Moor an. Das dortige Hochmoor ist zwar eines der ältesten Naturschutzgebiete im Land, doch längst kein natürliches Moor mehr. Gezielte Wiedervernässung ist notwendig, damit das durch einen lehmigen Untergrund abgedichtete Moor langsam wächst. Immerhin: Das kleine Moor liegt auf vulkanischem Untergrund, dessen explosiver Wasserdampf die Deckschicht damals durchdrungen und die Maar-Entstehung begünstigt hat. Doch wird reden hier von einer Entwicklung, die gut und gerne 17 Millionen Jahre zurückliegt. Stephanie Göhner vom dortigen Naturschutzzentrum führte die Neckar-Begeisterten und berichtete, dass der Torfkörper als Brennmaterial noch bis ins 18. Jahrhundert an der Stelle abgebaut worden ist.

Ausflug mit verbundener Weiterbildung – dies war Anlass für etwa 20 Neckarguides, sich das Randecker Maar auf der Schopfloch Alb anzusehen. Der Fernblick von der Abrisskante ins Tal und zu Stuifen, Rechberg und Hohenstaufen ist einfach atemberaubend. Und im Naturschutzzentrum „Schopflocher Alb“ ließen sich die Neckarguides anlässlich der dortigen Pilzausstellung die Lebensweise von Pilzen erläutern. Dr. Claudia Görke vom Verein der Pilzfreunde Stuttgart war hier die Weiterbildungs-Mentorin für die Neckarfreunde. Die nun zumindest wissen, dass der Gallenröhrling sehr bitter schmeckt. Oder dies schon vorher wussten. Doch bittere Leckereien gab es beim anschließenden gemeinsamen Buffet auf der Wiese nicht. Ganz im Gegenteil.

Stephanie Göhner erzählt übers Moor

 

Schmalblättriges Weidenröschen (wächst im Moor)

 

Neckarguides beim Rätsel von Unterregenbach

„Willkommen in der Ausprägung des ost-fränkischen Reiches!“

Wanderführer Jürgen Pfitzer begrüßt die Neckar-Guides aus Ludwigsburg mit Humor: Es seien herzlich-sperrige Menschen hier im hohenlohischen Tal mit ihren vielen Weltmarktführer-Firmen, die alles könnten, „außer schwäbisch“.

Die Neckarguides auf Fortbildungs-Tour rund um Langenburg mit starker historischer Prägung. Denn das „Rätsel von Unterregenbach“ konnten sie trotz kräftiger Hilfe auch nicht lösen. So sehr sich der leidenschaftliche Birnenschaumwein-Hersteller und archäologisch geprägte Hans-Jörg Wilhelm müht. Der hört ziemlich laute Musik in seinem ehemaligen Pfarrhaus, stellt aus Streuobstwiesen-Produkte Schaumweine her und wohnt in Unterregenbach über einer annähernd tausend Jahre alten Krypta.

Warum gerade hier, lautet das Rätsel von Unterregenbach. Denn schon 500 Jahre vor Langenburg entstehen ab dem Jahre 750 in dem winzigen Dorf Unterregenbach zwei romanische, dreischiffige Kirchen. Warum? Wer hat sie gebaut? Byzanz – Venedig – Unterregenbach: Stuttgarter Archäologen nennen es ein „Kirchenwerk von Rang“, graben seit Jahren und finden die ältesten Steinmauern im Jagsttal. Die Siedlung zu Beginn der Christianisierung muss mehr Menschen beherbergt haben als heute. Warum? Wer hat hier gebaut, in dem engen Tal nahe einer Höhen-Handelsstraße, das wohl ein mittelalterlicher Wallfahrtsort war?

Neckarguides wissen viel über Zusammenhänge in der Natur, doch dieses Rätsel lösen auch sie nicht. Und wanderten daher unter der Leitung von Jürgen Pfitzer rund um die „Lange Burg“, die um 1200 während der Hochzeit der staufischen Kaiser entstand, ehe sie sich im 17. Jahrhundert in ein Renaissance-Schloss verändert – eine geschichtlich rätselhafte Tour.

 

Hohenlohe - Unterregenbach

Unterregenbach an der Jagst

 

Hohenlohe - Begrüßung durch Jürgen

Begrüßung durch Jürgen Pfitzer

 

Hohenlohe - Langenburg

Blick auf Langenburg

 

Hohenlohe -Pfarrhaus in Unterregenbach mit Krypta

Pfarrhaus in Unterregenbach mit Krypta

 

Hohenlohe - Herr Wilhelm vorm Pfarrhaus

Hans-Jörg Wilhelm, Schaumweinhersteller

 

 

 

Weinwanderung in den Zugwiesen

Genussvoll durch die Natur.

Nach einem spritzigen Secco machen wir einen Rundgang durch die Auenlandschaft Zugwiesen. Wir überqueren den Neckar und gelangen entlang der Weinberge in die Höhe, mit herrlichem Ausblick auf die Neckarlandschaft. Ein erfrischender Rosewein und ein schwäbischer Snack ist die Belohnung für den Aufstieg. Wir wandern weiter, zum Weinberg der Stadt Ludwigsburg. Dort genießen wir die Aussicht, erlesene Weine sowie leckeres schwäbisches Fingerfood und erfahren Wissenswertes über die Landschaft und den Terrassenweinbau. Nach einem leichten Abstieg lassen wir die Tour mit einem köstlichen Wein ausklingen.

Komentar einer Teilnehmerin bei einer früheren Tour : Das war jetzt wirklich für alle Sinne und die Seele.

Die nächste Weinwanderung mit Genuss findet am 19. September 2020 statt; Anmeldung erforderlich bei Tourismus + Events im MIK, Eberhardstr. 1 in Ludwigsburg

 

 

Weinwanderung T + E, 05-17, Hilde vor Gruppe Weinwanderung T + E, 05-17, Marion Blum + A. Steimann, 02Weinwanderung T + E, 05-17, Gruppe im Weinberg

Travertin – der Original Stuttgarter Stein

Wolfgang Zwinz -das Original.

travertinpark-01

Sein Wissen, seine Begeisterung und seinen Erzählstil konnten die Neckarguides (+ Begleitung) exclusiv in einer Führung durch den Travertinpark erfahren.

Auch der Travertin ist ein Original : der Stein entstand durch das mineralhaltige Wasser Stuttgarts. In den 1930-er Jahren war es der Modestein, abgebaut in drei Stuttgarter Steinbrüchen. Die älteste Schicht ist 500.000 Jahre alt, organisch gewachsen durch den Druck der Warmzeiten des Eiszeitalters.

Im ehemaligen Lauster-Steinbruch zeigte Wolfgang Zwinz seinen Neckarguide-Kollegen die braunen Schichten und erläuterte die früheren Abbaumethoden der Firma Schauffele.

Mit dem Stein entstand u.a. der Stuttgarter Mittnachtbau oder die Erweiterung der Staatsgalerie. Längst ist der Travertinabbau eingestellt. Doch – wie Wolfgang Zwinz erklärte – der Travertinpark sei ein industrie- und kulturgeschichtliches Erbe Stuttgarts.

(Verfasser : Dieter Pahlke)

 

 

travertinpark-02

Grandiose Aussicht in die Zugwiesen + guter Wein

Eine Weinprobe in Bewegung – mit herrlicher Aussicht auf den Neckar und in die Zugwiesen gab es am 18. Juni 2016 in Ludwigsburg-Poppenweiler.

Beginnend in der Zehntscheune von Poppenweiler mit einem Glas spritzigen Secco und der anschließenden Tour durch Poppenweiler, erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Geschichte des (Weinbauern-)Dorfes, durch den Weinerlebnisführer Günther Schuster.

In einem Weinberghäusle, mit herrlichem Blick auf das Ökoparadies Zugwiesen erläuterte Hilde Hampp von den Zugwiesen-Guides deren Entstehungsgeschichte. Weine zur Verkostung mit leckerem Hefezopf rundeten den dortigen Aufenthalt ab.

Bei der Schlusseinkehr im urigen Dorfmuseum, wo Frau Hilde Klotz vom Heimatverein mit einem deftigen Vesperteller bewirtete, wurden weitere edle Tropfen ausgeschenkt.

Die Tour war sehr gelungen und hat uns schöne Stunden beschert, war eine der Rückmeldungen von 5 jungen Damen aus Berlin und Stuttgart.

 

2016_06 Weinführung Zugwiesen 02 2016_06 Weinführung, Herr Schuster + Alexander (1)

Blick auf die Zugwiesen                        Weinerlebnisführer G. Schuster

 

2016_06 Weinführung Poppenweiler 2016_06 Weinführung, Puppe im Museum (1)

Alt-Poppenweiler                   Im Dorfmuseum Poppenweiler