Neckar Open am 23. Oktober: Fokus Steillagen

Drei Neckar-Themen im Zehn-Minuten-Takt. So lautet das Motto der beliebten Reihe Neckar Open auch in der neuen Staffel. Am ersten Abend gibt es drei Beiträge zu einem einzigen Thema: die Weinberge am Neckar. Für die weiteren Abende im Februar und April 2019 können Neckar-Begeisterte wieder Themen einreichen.

Was tun für unsere Steillagen? Wie können die LudwigsBürger und Wengerter dazu beitragen, dass die wertvollen Terrassenweinberge und Biotope am Neckar erhalten bleiben?

Bringen neue Sorten neuen Schwung, neue Wertschöpfung in die Weinberge? Welche Ansätze gibt es anderswo? Drei Vorträge im Zehn-Minutentakt.

Dienstag, 23. Oktober 2018, 19.00 Uhr Casa Mellifera

Folgende Beiträge sind vorgesehen:

  • „Bürger schaffen einen Wengert. Warum Bildung Not tut in den Steillagen.“ Markus Wegst, Wengerter und Aufsichtsratsvorsitzender der WG Rohracker eG
  • „Trockenmauern – ein Lebensraum für Spezialisten.“ Annette Egger, Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg
  • „Neue Ansätze in den Terrassenweinbergen.“ Timo Saier, Leiter Weingut der Stadt Stuttgart

Im Anschluss an die Vorträge stehen die Referentinnen und Referenten gerne Rede und Antwort .

Musikalische Begleitung durch den Abend mit Michel Biehler, Akkordeonist.

Moderation: Uli Ostarhild

Die Zugwiesen-Guides bieten Kleinigkeiten zum Essen an und sorgen für die passenden Getränke.

Kurzfilm zum Steillagenweinbau in Ludwigsburg

Passend zum Thema gibt es in der Reihe Neckar-Storys einen neuen Kurzfilm: Annette Fiss von den Weingärtnern Marbach trifft Jungwinzer Dennis Bühler im Weinberg in der Ludwigsburger Neckarhälde.

Der vierminütige Kurzfilm zum Steillagenweinbau in Ludwigsburg ist zu sehen unter www.neckar-storys.de. (http://neckar-storys.de/#story-2).

Wo? NaturInfoZentrum in der Grünanlage am Hungerberg, Zugang über Marbacher Straße 193

Anfahrt mit ÖPNV zur Haltestelle Neckarbrücke (Fußgängerunterführung der Marbacher Straße nutzen) mit den Linien 429, 430, 421 und 443 oder zur Haltestelle Heilbad mit der Linie 427.

Lasst uns gemeinsam summen….im Naturgarten beim Casa Mellifera

Die Neckarguides zeigen sich von vielen Seiten beim Aktionstag im Casa Mellifera

An den grünen Hemden sind die Neckarguides von weit her zu erkennen. So auch beim Aktionstag im Ludwigsburger Casa mellifera im Hungerberg-Gelände am 30. September.  Mit lebendigen Aktionen, Informationen und szenischen Darstellungen bereicherte man das eh schon bunte Programm.

Christina Lenners hatte einen Riechtest vorbereitet, der bei Jung und Alt für Überraschungen sorgte. Auf dem selben Tisch, im Terrarium,  krabbelte eine riesige Raupe, die Karl-Heinz Schönborn am Morgen am Neckar gefunden hatte. Es war die  Raupe eines Weidenbohrers.

Mit einem musikalischen Beitrag von Rainer Wegscheider-Gruber konnte man sich in den Tag einstimmen. Mit der Mitmachaktion „Lasst uns gemeinsam summen“ lud er zahlreiche Besucher zum Singen und Summen ein.  Die zahlreichen Besucher sorgten dafür, dass  es im NaturInfoZentrum und darum herum wie in einem Bienenstand summte.

In ihrem Mitmach-Theater zum Thema „Bienen und Insekten“ bezog Cindy Halbert-Seger mit ihrem Ensemble auch die Besucher mit ein.  Das Stück  zeigte die Problematik auf, die sich bei intensiver Landwirtschaft und dem Erhalt der Insektenvielfalt auftun kann.

Neue Neckar-Story zum Steillagenweinbau

Neckar-Story Nr.2. Steillagenweinbau in Ludwigsburg.

Annette Fiss, WG Marbach trifft Jungwinzer Dennis Bühler im Weinberg.

Der Kurzfilm in der Reihe Neckar-Stroys ist hier zu sehen oder auf  der Seite www.neckar-storys.de.

Die Terrassenweinberge in der Ludwigsburger Neckarhälde gehören wie selbstverständlich zu Ludwigsburg. Für Annette Fiss sind die steilen Weingärten am Ludwigsburger Neckar ein riesiges weinbauliches Archiv. Die Literaturwissenschaftlerin kommt aus Norddeutschland, hat kürzlich ihr zweites Studium Weinbau und Önologie abgeschlossen, und arbeitet seit Kurzem für die Weingärtner Marbach. Die Mitglieder der Genossenschaft bewirtschaften einen Großteil der Terrassenweinberge. Fiss fragt sich, was die Gesellschaft dafür tut, um diese reichen Kulturschätze und die empfindliche Natur in den Weinbergen zu erhalten.

Die Uhu-Familie, die seit fünf Jahren hier brütet, die Wanderfalken, genauso wie die Weinberg-Flora und Fauna tragen viel zur natürlichen Vielfalt und zum Landschaftsempfinden in dem großen Neckarbiotop bei. Im Weinberg trifft Annette Fiss auf Dennis Bühler, der sich entschlossen hat, den Weinbaubetrieb der Familie weiter zu führen.

Rohrkolben als Schmuck für Zuhause

Mitten im Marktgeschehen konnten die Neckarguides an einem Samstag Anfang September auf dem Ludwigsburger Wochenmarkt  zirka 150 „Rohrkolben“ den Marktbesuchern gegen eine Spende anbieten. „Typha“ ist der wissenschaftliche Name für die typischen Rörichtpflanzen, die im Volksmund auch „Kanonenputzer“ oder „Lampenputzer“ genannt werden.

Diese Wasser- und Sumpfpflanze kann dichte Bestände entwickeln, die   sogar Teiche überwuchern. Deshalb hat die Stadt Ludwigsburg aus Naturschutzgründen eine Rodungsaktion in der Grünanlage Hungerberg  durchgeführt. Die Rohrkolben dürfen allerdings nur im Rahmen der Biotoppflege durch geschultes Personal entnommen werden, um die sonstige Flora und Fauna nicht zu stören.

Bei der Aktion auf dem Ludwigsburger Marktplatz ergaben sich interessante Gespräche zu den Aktivitäten der Neckarguides, die sich auch vielfältig im Naturschutz einsetzen.

Auch beim Aktionstag im Casa Mellifera am 30. September 2018 engagieren sich die Neckarguides mit Information und Mitmachangeboten.

Erstaunlich ist übrigens die vielfältige Verwendung von Rohrkolben schon seit der Steinzeit: als nachwachsender Rohstoff gewinnt er immer mehr an Bedeutung für die Bauindustrie.

Wandra, schwätza, Wei`probiera – Natur und Kultur rund um den Max-Eyth-See

4 Burgenrundwanderweg mit Weinverkostung

Lernen Sie eine der reizvollsten Gegenden Stuttgarts kennen. Rund um den Max-Eyth-See liegen 4 Burgenruinen, die uns in längst vergangene Zeiten versetzen. Genießen Sie herrliche Ausblicke auf den Neckar und wandern Sie an Weinbergen entlang, die zu den besten und steilsten Lagen hier am Neckar gehören. Unter fachkundiger Führung des Neckarguide Wolfgang Zwinz erfahren Sie Interessantes und Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte des Max-Eyth-See, den römischen Gutshof, die Burganlagen, die Neckar-Schifffahrt mit Flößerei und natürlich über den Weinbau.
Und weil man beim „Wandra“ und miteinander „Schwätza“ auch Durst bekommt, werden wir unterwegs 4 Weine aus der Weinlage „Cannstatter Zuckerle“ verkosten.
Bitte Vesper mitnehmen.
Anmeldung  nur über VHS Herrenberg und bitte bis Mi 24.10.2018.

Kursnummer HK 07 www.vhs.Herrenberg

Happy Birthday, Susanne Thie!

Ende Juli hatten wir am Ludwigsburger Neckar Besuch von einer besonderen Geburtstagsgesellschaft. Susanne Thie, von manchen auch  „Frau Neckar-Käpt´n“ genannt, feierte  Geburtstag auf dem Partyfloß und lud ihre Geburtstags-Gäste zu einer Führung durch das Neckarbiotop Zugwiesen ein.

Susanne Thie ist auch Patin unserer Ludwigsburger Veranstaltungsreihe „Neckar Open“. Wir wünschen Frau Thie alles Gute und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit!

Hinweis: Mit dem Neckar-Käpt´n kann man auch Zugwiesen-Führungen buchen.  An ausgewählten Terminen geht es um 11 Uhr  in Bad Cannstatt los….

Die weiteren Termine sind:

7. August mit Zugwiesenguide Gisela Weigle

22.August mit Zugwiesenguide Hilde Hampp

12. Sept  mit Zugwiesenguide Heike Kassner

26. Sept  mit Zugwiesenguide Gisela Weigle

12. Okt mit Zugwiesenguide  Christel Krumm

Nähere Informationen gibt es hier.

 

Neckarguides beim Rätsel von Unterregenbach

„Willkommen in der Ausprägung des ost-fränkischen Reiches!“

Wanderführer Jürgen Pfitzer begrüßt die Neckar-Guides aus Ludwigsburg mit Humor: Es seien herzlich-sperrige Menschen hier im hohenlohischen Tal mit ihren vielen Weltmarktführer-Firmen, die alles könnten, „außer schwäbisch“.

Die Neckarguides auf Fortbildungs-Tour rund um Langenburg mit starker historischer Prägung. Denn das „Rätsel von Unterregenbach“ konnten sie trotz kräftiger Hilfe auch nicht lösen. So sehr sich der leidenschaftliche Birnenschaumwein-Hersteller und archäologisch geprägte Hans-Jörg Wilhelm müht. Der hört ziemlich laute Musik in seinem ehemaligen Pfarrhaus, stellt aus Streuobstwiesen-Produkte Schaumweine her und wohnt in Unterregenbach über einer annähernd tausend Jahre alten Krypta.

Warum gerade hier, lautet das Rätsel von Unterregenbach. Denn schon 500 Jahre vor Langenburg entstehen ab dem Jahre 750 in dem winzigen Dorf Unterregenbach zwei romanische, dreischiffige Kirchen. Warum? Wer hat sie gebaut? Byzanz – Venedig – Unterregenbach: Stuttgarter Archäologen nennen es ein „Kirchenwerk von Rang“, graben seit Jahren und finden die ältesten Steinmauern im Jagsttal. Die Siedlung zu Beginn der Christianisierung muss mehr Menschen beherbergt haben als heute. Warum? Wer hat hier gebaut, in dem engen Tal nahe einer Höhen-Handelsstraße, das wohl ein mittelalterlicher Wallfahrtsort war?

Neckarguides wissen viel über Zusammenhänge in der Natur, doch dieses Rätsel lösen auch sie nicht. Und wanderten daher unter der Leitung von Jürgen Pfitzer rund um die „Lange Burg“, die um 1200 während der Hochzeit der staufischen Kaiser entstand, ehe sie sich im 17. Jahrhundert in ein Renaissance-Schloss verändert – eine geschichtlich rätselhafte Tour.

 

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Unterregenbach an der Jagst

 

Hohenlohe - Begrüßung durch Jürgen

Begrüßung durch Jürgen Pfitzer

 

Hohenlohe - Langenburg

Blick auf Langenburg

 

Hohenlohe -Pfarrhaus in Unterregenbach mit Krypta

Pfarrhaus in Unterregenbach mit Krypta

 

Hohenlohe - Herr Wilhelm vorm Pfarrhaus

Hans-Jörg Wilhelm, Schaumweinhersteller

 

 

 

Neue Perspektiven für den Neckar

Die Neckarguides zeigten sich bei der Zukunftskonferenz Ludwigsburg mit einer Posterausstellung im Foyer. Gut 250 Bürger diskutierten auf Einladung der Stadtverwaltung an zwei Tagen im Juni 2018 über Zukunftsfragen der Stadt.

Dabei war die Bewerbung für eine Landesgartenschau eines der wichtigen Themen. Mit einer „VR-Brille“ (VR steht für virtuelle Realität) konnten die Besucher die bislang noch virtuellen Ideen für mehr Grün in der Stadt erleben.

Teil des Gartenschau-Konzepts ist ein „Grüner Ring“ rund um Ludwigsburg. Auch der Grünzug Ludwigsburger Neckar wird ein Teil davon sein. Wir sind gespannt, welche neuen Perspektiven sich für die Natur und für die Menschen am Ludwigsburger Neckar bei einer erfolgreichen Bewerbung für die Gartenschau ergeben….

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Die Neckarguides sprechen bei der Posterausstellung viele „grüne“ Themen an.

 

 

 

Die neuen Guides stellen sich vor

Rainer Wegscheider-Gruber (links) und Kurt Schaible.

Der Diplomingenieur Rainer Wegscheider-Gruber bietet nicht nur zur Stromerzeugung an Enz- und Neckar interessante Erlebniswanderungen an. Auch die wandernde Vermittlung etwas außergewöhnlichen Themenfelder wie dem Volkslied am Neckar oder der Lyrik unserer Region machen ihm viel Freude.

Kurt Schaible ist als passionierter Angler häufig an seinem Lieblingsabschnitt, dem Altneckar bei Freiberg a.N. unterwegs. Er bietet Führungen an zu den Themen Fauna – Flora – Habitat, Geologie, Natur- und Landschaftsschutz, Schifffahrt, Fischerei, Wasserkraft sowie heimatkundliche Themen wie Brücken, Furten und Fähren, Kies- und Sandgewinnung und Denkmalschutz. Auch das Thema Abwasserbeseitigung und Hochwässer gehören zu seinen Themen.

 

Nachlese zum Neckar Open: Neckarwelle, Tourismus, Popkultur und Artenvielfalt

12.4. 2018. Neckar Open auf dem Schiff – von Cannstatt nach Ludwigsburg

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Petra Hille, Vorsitzende des Neckarguides e.V. heißt die Gäste an Bord willkommen

Auf dem Programm stand dieses Mal der Neckar-Tourismus, Fragen zum Insektensterben und die Vorstellung des Projekts „Neckarwelle“ über das Wellenreiten am Neckar zu informieren.

„Touristisch birgt der Neckar großes Potential“

Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Baden-Württemberg, eröffnete die Reihe an Kurzvorträgen.  Eine Bildschirmpräsentation war für Braun nicht nötig, denn das Ausflugsschiff fuhr am May-Eyth –See und den Weinbergen am Cannstatter Zuckerberg entlang – ideale Kulisse für den Kurzzeittourismus, und für Fernradler, die quer durch Deutschland die Flüsse entlang fahren.

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Die Referenten an Bord der „Wilhelma“: Dr. Volker Sellmeier, Uli Ostarhild, Ingmar Volkmann, Andreas Braun, Dr. Andre Baumann

Der oberste Tourismus-Manager des Landes ist skeptisch, ob das Potential, das ein großer Fluss auch touristisch bietet, von den Stuttgartern und Ludwigsburgern erkannt wird. Braun zählt Namen auf: Städte wie Venedig, Wien, Manhattan, oder Düsseldorf setzen auch touristisch auf den Faktor Lebensgefühl am Fluss – und profitieren davon.

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Andreas Braun sieht am Neckar Potentiale für die Freizeitgestaltung und nachhaltigen Tourismus

Wir können alles – auch Surfen

Volker Sellmeier vom Verein Neckarwelle e.V. grüßt mit dem Hawaii-Gruß „Aloah“ in die Runde des Neckar Open.  In kurzer Zeit konnte der Stuttgarter Verein 200 Mitglieder gewinnen. Günstige Voraussetzungen für Wellenreiter gibt es in Untertürkheim. In einem Kanal, der nicht von Schiffen befahren wird, soll eine künstliche Surfwelle entstehen.

Obwohl die Neckarwelle einen Hauch Strandleben und Hawaii versprüht, zeigen die technischen Zeichnungen, die Volker Sellmeier zeigt, welch ausgefeilte Technik nötig ist, um diesen Wunsch zu realisieren.

Der promovierte Maschinenbauingenieur Sellmeier nennt die physikalischen und technischen Herausforderungen, die zu bewältigen sind, wie beispielsweise die verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten, die Breite und Höhenregulierung des Wehrs.

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Volker Sellmeier überzeugt mit dem Konzept „Neckarwelle“

Insektenstreben mehr und mehr ein Thema

Der dritte Beitrag des Abends widmete sich der Artenvielfalt. „Der Rückgang der Wildbienen, Bienen, und Tagfalter ist in vielen Untersuchungen belegt worden“, so Dr. Andre Baumann. Der studierte Biologe Baumann ist in Heidelberg am Neckar geboren und war lange Jahre Landesvorsitzender des Naturschutzbundes NABU, bevor er als Staatsekretär in das Umweltministerium berufen wurde.

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Dr. Andre Baumann erklärt die Gründe des Insektenstrebens. Auch in den Weinberglandschaft iost das ein Problem.

„In den Steillagen ist ökologischer Weinbau sehr aufwändig, aber durchaus möglich“, appellierte Baumann, der die Vielfalt der Insekten durch monotone Pflanzenbestände und durch den Einsatz von Pestiziden bedroht sieht.

Popkultur am Neckar

Kulturell wurden die Kurzvorträge, die wieder im engen Zehn-Minuten-Takt gehalten wurden, vom Stuttgarter Autor und Szene-Kenner Ingmar Volkmann mit Beiträgen zur Pop-Kultur am Neckar begleitet. Beispiele wie der neue Neckarstrand mitten in Heidelberg, die Neckarwelle oder Ideen wie ein Badeschiff mit Partyzone beim Leuze-Bad zeigen, dass am Neckar künftig mehr Leben zu erwarten ist.

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Die Neckarschwimmer kamen in Poppenweiler kurz an Bord. Martin Tschepe mit Uli Ostarhild und Neckar-Käpt´n Wolfgang Thie.